Zu vergessen was wirklich wesentlich ist.
Was es bedeutet jetzt zu leben.
Wie es ist, jemanden richtig zu sehen. Nicht bloss anschauen.
Die Mauern zu spüren und es sich zur Aufgabe zu machen die schwächste Stelle zu finden.
Die Erde zu giessen, auch wenn du weisst, dass das Saatgut nicht mehr keimen wird.
Zu merken, dass dein Danke nicht ankommt und es dennoch zu sagen. Irgendwie.
Den Putzschrank putzen.
Neben einem Haufen Wäsche eine Libelle auf ein Blatt Papier zu malen.
Sich einreden frei zu sein.
Sich beim Tanzen im Fenster zu spiegeln und zu wissen, dass der Nachbar dich sieht, wenn er schauen täte.
Den Schmutz am Fenster zu begutachten.
Zu spüren seine Bedürfnisse nicht zu spüren.

1 Kommentar 26.3.14 15:34, kommentieren

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Irgendwann war ich mal anders. Nein. Stimmt nicht. "Es" war anders. Irgendwo war da mal Zaubereieiei und des öfteren mal ein Augenblicksblinken voller Inspiration/off. Eine Nacht, die anders war, ohne zu wissen wisoweshalbwarum. Irgendwie taten sich früher viele Lücken auf. Sie klopfp-opf-opften einfach an die Tür und traten ohne zu fragen ein. Peng und da war sie - die Zeit, die man sich einfach entfalten lassen konnte. Da war mal Regellosigkeit und unzerhacktes Zeitenfliessen. Jedenfalls manchmal. Das war anders damals und grade vermisse ich dieses Früher ein wenig. Wissend zwar, dass es jederzeit wieder entflammen könnte - ein wenig darauf hoffend auch. Damals habe ich mich in diesen besonderen Momenten immer wieder entscheiden können wer ich werden wollte und das war spannend diese neuen Rollen zu übernehmen und sich selber dabei zu beobachten wie gut man sie spielen konnte. Das ist vielleicht der Nachteil, wenn man sich selber erkennt - man weiss dann dass auch die spannendste Rolle nur eine Rolle ist. Abends streift man sie ab und hängt sie sorgsam auf einen Kleiderbügel, wenn es eine ehrwürdige Rolle war oder schmeisst sie in die Ecke, wenn es eine lausige Rolle war. Irgendwie weiss ich dann nie, ob ich erfreut oder enttäuscht darüber sein soll, wie wenig im Grunde dann übrig ist.

25.9.13 21:43, kommentieren

Da sitzt sie. Einige Jahre später auf einer Bank, auf der sie schon oft gesessen ist. Obgleich sie immer geradeaus gegangen ist auf ihrer Wanderung, trifft sie von Zeit zu Zeit immer wieder auf dieselbe Bank.

Sie setzt sich und ruht sich aus und fragt sich, ob sie dankbar sein soll, etwas Altbekanntes wieder zu treffen wie einen alten Freund, den man vermisst hat oder ob sie beunruhigt sein soll darüber. Könnte es sein, dass sie gar nicht gerade aus gegangen ist, sondern sich im Kreise bewegt hat und in Wahrheit nun wieder an genau derselben Stelle steht?

Weiter fragt sie sich, ob es ein und dasselbe Ding mehrere Male geben könnte, wird sich aber dann schnell bewusst, dass ihr einiges an quantenphysischen Wissen fehlt, um sich der Antwort dieser Frage auch nur annähern zu können.

Und so sitzt sie nur und ruht sich aus und fasst zusammen, was sie erlebt hat in der Zeit zwischen Bank und Bank und wie sie sich selber sieht. Was sie gerne noch erreichen möchte und dann stellt sie sich die letzte Frage bevor sie weitergeht:

Ist es immer noch die Liebe?
Dann steht sie auf und geht weiter und damit ist die Antwort auf diese Frage auch schon gegeben.

Aber sie geht gemächlicher als früher.

17.3.13 14:34, kommentieren

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Wenn Zeit und Raum innerhalb kurzer Zeit immer näher zusammen rücken: Was passiert dann?

2 Kommentare 27.1.12 00:23, kommentieren


Belle-ile.
Irgendwann.
Himmelarsch!

3 Kommentare 22.8.11 22:18, kommentieren