Wo ist eigentlich der grosse Zen-Meister, der alles weiss und immer hilft. Der Guru, der mich vor mir selber rettet. Der alte Weise, der immer die richtige Antwort und den richtigen Weg kennt. Das Tutorial zur Erleuchtung. Der Joker, der für jedes Problem den Platz einnimmt. Die Brücke über den Schrottplatz. Das Taxi nach Nimmerland. Der Satz ohne Fragezeichen???

1 Kommentar 1.11.16 21:56, kommentieren

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Herzplätze

Manche Menschen vergeben ihr Herz an einen Menschen.
Mein Herz sieht das nicht so eng...

Die zwei grossen Lieben meines Lebens begannen vor langer Zeit. Beide hielten sie bis heute an. Einer ist hier bei mir. Der andere auf der anderen Seite der Erde, doch scheint er mir deshalb nicht weiter weg zu sein. Manchmal sogar scheint er mir näher. Dann wieder zieht ein unsichtbares Gummiband ihn zurück über den Ozean und macht ihn fast umspürbar für mich. Beide Lieben voll von Erlebnissen, Hoffnungen, Wünschen, Projezierungen, Sehnsüchten, Verletzungen, Zaubermomenten, Unvergleichlichem und Unvergesslichem.

Dann gibt es noch eine grosse Liebe in meinem Herzen. Eine seltsame, ungelebte doch echter Kontakt besteht auch ohne Telefon, Mail, Facebook, Post, Dates und SMS. Liebe ist auch ohne WLAN online...

3x DANKE....

1 Kommentar 12.9.15 22:12, kommentieren

Zauber

Zum Donnerwetter, diese Zeit hält einen Zauber inne!

Es sind diese Seifenblasen-Augenblicke, die ich so liebe im Leben. Kurz, intensiv, wissend, dass sie schnell vorbei sein, aber auch wieder kommen werden. Wissend auch, dass sie nur JETZT so wundersam, bezaubernd und schön sind. Du kannst sie nicht verschieben, nicht abspeichern, nicht fest- oder anhalten. Nicht kopieren oder patentieren, nicht einfrieren oder einkochen. Du kannst sie auch nicht heraufbeschwören oder produzieren. Nicht terminieren oder datieren. Auch nicht kaufen oder verkaufen. Selbst verschenken lassen sie sich nicht. Sie kommen, wann sie wollen. Unangemeldet und ungeniert. Egal, ob du parat für sie bist oder nicht. Sie klopfen nicht und melden sich nicht an. Sie fragen dich nicht kommen zu dürfen und auch nicht gehen zu können. Glänzend und funkensprühend treten sie vor dein Antlitz und tun so als wäre es dein letzter Augenblick und sie selber dein ganzer Lohn für alles Mühen und Schaffen auf dieser Welt, um dann im nächsten Moment vor deinen weit aufgerissenen Augen im Nichts zu verschwinden. Sie hinterlassen nichts. Kein Stück Lametta, keinen Hauch Duft, kein nachhallendes Echo. Nicht das klitzekleinste Zuckerkörnchen. Ach Gott, ich liebe diese Momente. Da wo Freud und Schmerz sich ganz kurz küssen. Genau dort, ist er. Der Zauber von dem ich rede und den DU kennst....

24.7.15 21:55, kommentieren

Leeres Blogfeld. Dich habe ich lange nicht mehr gesehen.
Nicht mehr berührt mit meinen Buchstaben. Dich weder bereichert noch besudelt. Heute aber berühre ich dich mal wieder in der Hoffnung, dass du mich danach berührst. Hoffe ich doch, dass du mir - wenn du voll bist - und ich dich nachher lese, sagst, dass ich noch fähig bin, mich auszudrücken. Dass es noch interessant ist, etwas von mir zu lesen. Bitte zeig mir, dass ich noch das bin, was ich war, bevor ich damit aufhören musste, es zu sein. Denn ich vermisse mich. Freue mich auf mich und hoffe, nicht enttäuscht zu werden. Fast meine ich, verlernt zu haben, mich selber zu leben und es wäre seltsam zu merken, dass ich lebendig gestorben bin während ich gelebt wurde und dies gerne tat. Denn dann müsste ich mich selber neu gebären. Wie der Phoenix aus der Asche müsste ich mich neu erfinden, obgleich es schon fast alles gibt hier. Es wäre undenkbar schwer, mich so einzigartig neu zu erfinden wie ich meine, es gewesen zu sein. Drum hoffe ich, dass ich noch da sein werde, wenn ich mich suchen werde. Dass ich noch über mich selber werde staunen können. Dass ich mich noch zum Lachen werde bringen können. Denn jetzt schlummert meine Seele in sich selber, währenddem mein Körper seinen Job hier mit Volldampf ausführt. Hut ab und Dankeschön dafür - lieber Organismus! Du bist wahrlich eine Meisterin der Menschenkörper und packst all deine Aufgaben so wunderbar... aber tief in mir wartet meine Seele darauf, wach geküsst zu werden und sich ebenfalls einer kritischen Prüfung zu unterziehen. Ich will glauben, dass sich Prüferin und Prüfling dann glücklich einigen werden....

1 Kommentar 15.12.14 21:54, kommentieren


Zu vergessen was wirklich wesentlich ist.
Was es bedeutet jetzt zu leben.
Wie es ist, jemanden richtig zu sehen. Nicht bloss anschauen.
Die Mauern zu spüren und es sich zur Aufgabe zu machen die schwächste Stelle zu finden.
Die Erde zu giessen, auch wenn du weisst, dass das Saatgut nicht mehr keimen wird.
Zu merken, dass dein Danke nicht ankommt und es dennoch zu sagen. Irgendwie.
Den Putzschrank putzen.
Neben einem Haufen Wäsche eine Libelle auf ein Blatt Papier zu malen.
Sich einreden frei zu sein.
Sich beim Tanzen im Fenster zu spiegeln und zu wissen, dass der Nachbar dich sieht, wenn er schauen täte.
Den Schmutz am Fenster zu begutachten.
Zu spüren seine Bedürfnisse nicht zu spüren.

1 Kommentar 26.3.14 15:34, kommentieren